"Gemeinsam Gutes tun" im Kloster Dambeck
Nachdem nach und nach alle angekommen waren, wurde der Freitag vor allem zum Kennenlernen genutzt. Obwohl sich einige bereits kannten, entweder von den letzten Jahren, weiteren Johanniter Veranstaltungen oder sonst wo her, gab es für jeden noch einige neue Gesichter. Dieser Abend begann für die Teilnehmer zunächst mit einem köstlichen Abendessen mit den vier Familien, die als Kommunität das Klostergelände bewohnen. Im Anschluss wurden uns die Aufgaben und deren
Austragungsorte für den nächsten Tag gezeigt, bevor es zum Abendgebet in der Klosterkirche ging. Den restlichen Abend ließen wir am Lagerfeuer mit interessanten Gesprächen ausklingen, bis die Augen fast zu fielen.
Der Samstag begann mit einem leckeren Frühstück, bevor es zur Morgenandacht erneut in die Kirche ging.
So ging es im Anschluss gut gestärkt und unter Gottes Segen an die Arbeit. Die Gruppe teilte sich gleich zu
Beginn auf, um gleichzeitig an den verschiedenen Aufgaben zu arbeiten. Demnach widmeten sich einige
Teilnehmer einer Grünfläche auf dem Klostergelände, welche vor allem aus Erdbergen und großen Steinen
bestand. Also hieß es mühselig die Steine per Hand zu beseitigen, welches durch den ständig benötigten
Abtransport, doch recht lange dauerte.
Währenddessen machte sich der Rest der Gruppe in der alten Küche zu schaffen, wo es vor allem darum ging, die Fliesen von den Wänden abzutragen, sowie den Boden und die 30 cm Erde da drunter. Diese Aufgabe schien anfangs dennoch leichter als gedacht, da der Presslufthammer schon nach kurzer Zeit den Geist aufgab und uns nichts anderes übrig blieb, als den Betonboden mit Spitzhaken abzutragen. Allerdings hielt uns nichts davon ab, bis zum Mittag auf beiden Baustellen bereits deutliche Fortschritte zu sehen.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen gab es für uns eine Führung der gesamten Klosteranlage, welche erstaunlich groß ist, und vor allem viel zu erzählen hat. So erfuhren wir, dass das Kloster nicht nur als dieses genutzt wurde, sondern auch bereits als Krankenhaus und Bauernhof, und erst in den vergangenen Jahrzehnten wieder zum Kloster wurde. Obwohl die Geschichte dieses Ortes wirklich einzigartig ist, wartete noch einiges an Arbeit auf uns.
Also ging es daran, die nun halbwegs von Steinen befreite Fläche aufzulockern und im Anschluss glatt zu ziehen. Glücklicherweise hatten wir einen Landwirt unter uns, welcher uns die Arbeit mit dem Trecker deutlich erleichtert hat. Im Anschluss säten wir neuen Rasen an die Stelle und hoffen, dass die Grünflächen bald wieder grün sind. Da noch einige Stunden bis zum Abendessen übrig waren, konnten wir derKommunität noch eine weitere Aufgabe abnehmen, und zwar das Spalten sowie zurecht Sägen von Brennholz.
Zur gleichen Zeit war der Rest der Gruppe immer noch damit beschäftigt, den Boden der Küche abzutragen und den Schutt in den passenden Container zu manövrieren. Aber auch dieser Teil konnte seine Aufgabe erfolgreich zu Ende bringen, nur der Staub des Bauschuttes verfolgte sie noch eine Weile.
Nach der harten Arbeit wurden wir mit einem köstlichen Abendessen belohnt. Es wurde gegrillt und zusätzlich hatten wir ER Carl v. der Schulenburg zu Gast, dem wir diesen Austrageort zu verdanken haben, da er freundlicherweise den Kontakt hergestellt hatte. Im Anschluss ging es ein letztes Mal in die Andacht und wir konnten Gott noch einmal für das schöne Wochenende danken, bevor wir es gemütlich am Lagerfeuer ausklingen ließen. Diesmal leisteten uns zwei der Paare Gesellschaft und so hatten wir noch einmal reichlich Zeit alle möglichen Fragen über die persönlichen Werdegänge, die Idee und die Zukunft dieser Kommunität zu stellen. Aber auch wir hatten einiges zu erzählen, über den Orden, seine Mitglieder und die vielfältigen Einsätze, glücklicherweise hatten wir einen Ritter zur Stelle, der manches nun mal besser wusste. Nachdem sich unsere Gäste nach und nach verabschiedeten, hieß es nun auch für uns Schlafenszeit.
Jeden Sonntag gibt es im Kloster Dambeck ein gemeinsames Frühstück für alle Mitglieder der Kommunität und diesmal durften wir auch Teil sein. Wir hatten so nochmal die Gelegenheit, uns bei den Gastgebern zu bedanken und uns zu verabschieden, bevor es nach Salzwedel zum Gottesdienst ging. Dort waren wir in der St. Marienkirche zu Gast, welche nicht nur architektonisch schön war, sondern uns auch durch die Predigt an die Bedeutung des Betens erinnerte. Auf die großzügige Einladung von Carl v. der Schulenburg und seinem Großvater hin durften wir im Anschluss den originalen Baumkuchen aus Salzwedel kosten, bevor es Zeit für den Abschied war. Das Kloster Dambeck mit seinen besonders netten Bewohnern, die anregenden Gespräche und die besonders schöne Gemeinschaft werden wohl jedem von uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Herzlicher Dank gilt den Familien des Klosters für das Öffnen ihrer Türen und dem Vertrauen, was sie uns geschenkt haben. Die Initiative und Organisation haben wir Julius Rommert zu verdanken, welcher sich mit Simon Karsten vom Kloster abgesprochen hat und – last but not least- herzlichen Dank an den Johanniterorden für die umfängliche Einladung samt Finanzierung. Vielen Dank auch an jeden einzelnen der Teilnehmer, die sich durch ihr Engagement und Durchhaltevermögen eingebracht und Gutes getan haben. Die Zeit war unvergesslich und wir hoffen, alte und neue Gesichter nächstes Jahr reichlich wiederzusehen. (Text: Johanna Sieveking, Fotos: privat))










